Die 7 größten Website-Relaunch-Fehler: So vermeiden Sie den Ranking-Verlust

Ein Website-Relaunch ist für viele kleinere Unternehmen ein wichtiger Schritt, um online wieder professionell und zeitgemäß aufzutreten. Ein neues Design, eine klare Struktur und bessere Funktionen sollen dafür sorgen, dass mehr Anfragen über die Homepage reinkommen. Allerdings lauern beim Wechsel von einer alten auf eine neue Website ein paar technische Fallstricke.

Die Suchmaschinenlandschaft hat sich verändert: Google und moderne KI-Suchmaschinen bewerten Websites heute strenger nach ihrer technischen Qualität und Barrierefreiheit. Wer hier unvorbereitet startet, riskiert, dass mühsam aufgebaute Positionen in den Suchergebnissen verloren gehen. Damit Ihr Neustart gelingt, zeige ich Ihnen die sieben häufigsten Fehler – und wie Sie einen spürbaren Ranking-Verlust nach dem Relaunch vermeiden.


1. Fehlende oder unvollständige 301-Weiterleitungen

Wenn eine Website neu strukturiert wird, ändern sich oft die Adressen der Unterseiten (URLs). Aus /unsere-leistungen wird im neuen Design vielleicht /leistungen/service. Wenn Sie Google und Ihren Besuchern nicht mitteilen, dass die Seite umgezogen ist, führt der alte Link ins Leere und erzeugt einen 404-Fehler. Suchmaschinen bewerten das als schlechtes Signal und entfernen die Seite aus dem Index.

Besonders KI-Suchmaschinen reagieren empfindlich auf abgebrochene Pfade, da sie verlässliche Informationsquellen bevorzugen. Erstellen Sie daher vor dem Relaunch eine Liste aller alten URLs (z. B. mit dem Tool Screaming Frog) und leiten Sie diese per permanentem 301-Redirect auf die neue, passende Unterseite um.

2. Wichtige Texte beim Ausmisten einfach löschen

Ein Relaunch wird gerne genutzt, um aufzuräumen. Altes Design fliegt raus, und oft werden auch lange Texte gekürzt, weil sie vermeintlich nicht mehr ins minimalistische Layout passen. Das Problem: Genau diese Absätze könnten wichtige Fachbegriffe und Erklärungen enthalten haben, für die Sie bisher gut gefunden wurden.

Moderne Suchsysteme suchen gezielt nach tiefer Fachkompetenz (Information Gain). Wer seine Inhalte zu stark zusammenstreicht, verliert die Relevanz für spezifische Suchanfragen von Kunden. Prüfen Sie vorab in der Google Search Console, welche Seiten echten Traffic bringen, und übernehmen Sie diese Inhalte sorgfältig.

3. Den „Noindex“-Haken nach dem Live-Gang vergessen

Während eine neue Website aufgebaut wird, geschieht dies meist auf einer versteckten Testumgebung. Damit Suchmaschinen diese unfertige Seite nicht indexieren, wird sie über den Code für Crawler gesperrt (noindex). Ein kleiner, aber fataler Fehler ist es, diesen Haken beim offiziellen Start auf der Hauptdomain zu vergessen. Die Folge: Die gesamte Website verschwindet innerhalb kurzer Zeit aus den Suchergebnissen.

🛠️ Sicher umziehen: Planen Sie Ihren Website-Relaunch mit mir

Als selbstständiger Webdesigner unterstütze ich kleinere Unternehmen dabei, den Relaunch ihrer Homepage reibungslos zu gestalten. Ich sorge dafür, dass Ihre bestehenden Google-Rankings sicher mit umziehen, die Technik im Hintergrund stimmt und Ihre neue Seite von Anfang an stabil läuft.

4. Das Thema Barrierefreiheit (BFSG) ignorieren

Die gesetzlichen Vorgaben des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) sind aktiv. Wer heute eine Website neu baut oder grundlegend überarbeitet, sollte Barrierefreiheit direkt mit einplanen. Fehlende Textbeschreibungen bei Bildern, zu schwache Farbkontraste oder eine fehlerhafte Tastaturnavigation sind nicht nur rechtlich riskant, sondern auch ein Nachteil für Suchmaschinen. Barrierefreiheit wird von Algorithmen als wichtiger Teil einer guten Nutzererfahrung (UX) gewertet.

5. Schlechte Ladezeiten und träge Reaktionen (INP)

Große Bilder, Hintergrundvideos oder zu viele Skripte können die neue Website verlangsamen. Ein besonders wichtiger technischer Wert ist hierbei der sogenannte INP (Interaction to Next Paint). Er misst, wie schnell eine Website reagiert, wenn ein Besucher zum Beispiel auf einen Menüpunkt oder ein Formular klickt. Verzögert sich die Reaktion, springen Nutzer ab. Nutzen Sie vor dem Start kostenlose Tools wie Google PageSpeed Insights, um Bilder im modernen WebP- oder AVIF-Format bereitzustellen und den Code schlank zu halten.

6. Keine Vorbereitung auf KI-Suchmaschinen (GEO)

Viele Menschen nutzen mittlerweile KI-gestützte Suchen oder lassen sich Ergebnisse direkt zusammenfassen. Damit Ihre neue Website von diesen Systemen (wie Google Gemini oder Perplexity) überhaupt als Quelle herangezogen wird, muss die technische Basis stimmen. Ohne saubere strukturierte Daten (Schema-Markup) im Hintergrund bleibt Ihre Homepage für diese neuen KI-Crawler oft unsichtbar. Wer hier spart, baut eine Website, die am modernen Suchverhalten vorbeigeht.

7. Suchmaschinenoptimierung erst ganz am Ende bedenken

SEO ist keine kosmetische Korrektur, die man kurz vor dem Live-Gang noch schnell erledigt. Die Suchmaschinenoptimierung bestimmt maßgeblich, wie die Menüstruktur aufgebaut sein muss, wie die URLs benannt werden und wie die Inhalte aufgeteilt werden. Wird ein Webdesigner oder SEO-Experte erst ganz am Ende einbezogen, müssen oft fertige Designs unter hohem Zeit- und Kostenaufwand wieder umgeworfen werden.


Fazit: Gute Vorbereitung schützt vor Sichtbarkeitsverlust

Ein erfolgreicher Relaunch gelingt, wenn gutes Design und saubere Technik Hand in Hand gehen. Wenn Sie die alten URLs fehlerfrei weiterleiten, auf schnelle Ladezeiten achten und die Inhalte für moderne Suchsysteme lesbar aufbereiten, ist der Relaunch kein Risiko, sondern eine hervorragende Investition in neue Kundenanfragen.


Häufige Fragen zum Website-Relaunch

Wie lange dauert ein Ranking-Verlust nach einem Website-Relaunch?

Selbst bei einem optimal durchgeführten Relaunch sind kleine Schwankungen in den ersten zwei bis vier Wochen völlig normal. Die Suchmaschinen müssen die neuen Seiten erst finden, einlesen und neu bewerten. Werden jedoch handwerkliche Fehler gemacht, kann der Verlust der Sichtbarkeit von Dauer sein.

Was ist der schwerwiegendste Fehler bei einer Website-Migration?

Das Ändern von Seitenstrukturen und URLs, ohne die alten Adressen per 301-Weiterleitung auf die neuen Ziele zu verweisen. Dadurch verpufft die über Jahre aufgebaute Autorität der Domain bei Google, und Besucher landen auf unschönen Fehlerseiten.

Müssen neue Websites für kleinere Unternehmen barrierefrei sein?

Ja, die gesetzlichen Vorgaben des BFSG betreffen einen Großteil aller gewerblichen Websites im Dienstleistungs- und B2C-Bereich. Unabhängig vom Gesetz belohnen Suchmaschinen barrierefreie Seiten mit besseren Positionen, da sie für eine nachweislich bessere Nutzererfahrung sorgen.

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